Botanische Wanderung in der Flummniederung 09.05.26


Botanische Wanderung in der Flummniederung

Nach einer botanischen Wanderung im Hochmoorgebiet Ottermeer wollen wir in diesem Jahr die ganz andere Pflanzenwelt eines Niedermoorgebietes erkunden. Sie führt uns in die Bachniederung der Flumm, eine Landschaft, die hauptsächlich von feuchten Wiesen und Weiden geprägt wird.
Diese sog. Meeden dienten den Geestbauern seit vielen Jahrhunderten vor allem zur Gewinnung von Heu.

Während das Hochmoor fast ausschließlich von nährstoffarmem Regenwasser gespeist wird und dort nur einige wenige Pflanzenarten gedeihen können, bietet das Niedermoor weitaus günstigere Wachstumsbedingungen. Es wird von Grundwasser genährt, das von den höher gelegenen Geestgebieten einströmt und viele Nährstoffe enthält.

So gab es hier in der Flummniederung bis in die sechziger Jahre noch die charakteristischen Blumenwiesen, die im Frühjahr das Bild der Meedenlandschaft bestimmten, mit Wiesen-
Schaumkraut, Sumpf-Dotterblumen, Kuckucks-Lichtnelken oder dem Wasser-Greiskraut. Danach verschwanden diese Wiesenpflanzen bis auf wenige Reste. Denn durch
Intensivierungsmaßnahmen in der Bewirtschaftung, wie verstärkte Entwässerung und frühes Mähen, verschwanden solche Feuchtwiesen und mit ihnen viele der typischen Pflanzenarten.
Inzwischen hat man die besondere Bedeutung solcher naturnaher Niedermoorlandschaften mit ihrer seltenen und erhaltenswerten Tier- und Pflanzenwelt erkannt. Die Flummniederung wurde 1995 unter Naturschutz gestellt und ist heute ein Teil des Naturschutzgebietes Fehntjer Tief.
Verantwortlich für das Gebiet ist die Naturschutzstation in Lübbertsfehn. Sie hat hier zahlreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt, wie das Anheben des Grundwasserstands und spätes Mähen, um den früheren, ökologisch wertvollen Zustand wiederherzustellen.

Flummniederung

Der besondere Reiz dieser Wanderung besteht darin, die noch verbliebenen Arten der ehemals für die Meeden charakteristischen Wasser- und Sumpfpflanzen zu finden. Darüber hinaus bietet sich die Gelegenheit, viele der hier vorkommenden seltenen Arten von Wiesenvögeln zu entdecken.


Termin:                          Samstag, 9. Mai 2026, 9.30 Uhr – ca. 12.00 Uhr
Treffpunkt:                    Brücke über den Sauteler Kanal bei der Mülldeponie
                                       Holtmeedeweg 6, Großefehn
Kontakt und Leitung:  Friedrich Freudenberg Tel. 04943 – 2218 (Anmeldung)

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